Datum - 06.04.16
Staatsminister Huber ehrt Platzmetzgerei Kühle für beständige Qualität
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„Sie als Handwerksmeister bestehen täglich vor der strengsten Jury, Ihren Kunden.“
Mit diesen Worten unterstrich Staatsminister Marcel Huber vor ca. 600 Gästen in der Neusässer Stadthalle die Würdigung der Teilnehmer bei der 30. f-Qualitätsprüfung. Zusammen mit Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer zeichnete er die 281 teilnehmenden bayerischen Flescher-Fachgeschäfte aus.
Als einzige bayerische Metzgerei wurde die Platzmetzgerei Gunther Kühle aus Weißenhorn für 30-jährige erfolgreiche Teilnahme am f-Qualitätswettbewerb mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Heuer bekamen das „Ulmer Leberwursttöpfle grob“, die Bändel-Bratwurst und die Fenchelsalami vom Platzmetzger den begehrten Qualitätspreis. Die Platzmetzgerei besteht seit 1845 und wird von Gunther Kühle bereits in der 6. Generation fortgeführt. „Transparenz, Nachhaltigkeit und eine hohe biologische Wertigkeit zeichnen unsere Fleisch- und Wurstspezialitäten aus.“
Der Staatsminister lobte die „hohe Handwerkskunst“, die die Teilnehmer der f-Prüfung bewiesen hätten. Das Metzgerhandwerk trage mit seiner hohen Qualität entscheidend dazu bei, dass Bayern ein Genussland ist. Landesinnungsmeister Schlagbauer betonte, dass das Thema Qualität beim Verbraucher durchaus kritisch hinterfragt wird, könne für das Fleischerhandwerk nur von Vorteil sein. Eine ehrliche und transparente Diskussion über Lebensmittel stehe schon lange aus. Im Mittelpunkt der Kundenwünsche stehen Regionalität und Nachahaltigkeit. Gelebte Praxis seit Generationen bei den Fleischer-Fachgeschäften. Eine Aufklärung der Verbraucher sei nötig „und zwar nicht nur auf dem Etikett“.
Hohe handwerkliche Qualität vom Original ist nicht ersetzbar. Gunther Kühle betont, dass das Fortbestehen der meist familiengeführten Fleischer-Fachgeschäfte und die damit verbundene Arbeitsplätze nur gesichert sind, wenn dafür lokal die Rahmenbedingungen geschaffen und bewahrt werden. Dazu gehört unter anderem bei Plänen der Stadtentwicklung der Erreichbarkeit bestehender Fachgeschäfte Vorrang zu geben vor Auslagerung von Einzelhandelsflächen an die Peripherie. „Ausgeblutete Innenstädte sind nicht attraktiv!“